Sennheiser VSM-201, Roland VP-330 & Moog 16 Channel Vocoder

Der Vocoder-Effekt dient in der Musik zur Verfremdung der menschlichen Stimme, wodurch sie künstlich oder metallisch klingt. Bis Ende der 70er Jahre gab es nur wenige Vocoder auf dem Markt, die allesamt sehr teuer und deswegen noch nicht sehr verbreitet waren. Nichtsdestotrotz hatten diverse Künstler dem Vocoder-Sound schon zu gewisser Bekanntheit verholfen. Giorgio Morodor bietet im folgendem Video-Fundstück einen Einblick in sein Studio und erklärt wie der Moog 16 Channel Vocoder funktioniert. Ein Youtube-User vermutet in seinem Kommentar allerdings, dass Moroder an dieser Stelle lügt und es sich in Wahrheit um seine normale Stimme handelt, deren Klang er mithilfe seines Schnurrbarts umschalten kann.

Mit dem Roland VP-330 kam 1979 ein Gerät auf den Markt, das deutlich preiswerter war als der Moog 16 Channel Vocoder und die meisten anderen Konkurenzmodelle. Durch den günstigen Preis und seine Kompaktheit war der Roland bei vielen Musikern beliebt. Ryuichi Sakamoto von Yellow Magic Orchestra (YMO) beispielsweise setzte den VP-330 vielfach ein, wie man bei dem einen oder anderen Konzertmitschnitt sehen kann. Insgesamt wurden nur etwa 2.000 Exemplare hergestellt, so dass Liebhaber heute dafür meist tief in die Tasche greifen müssen. Auch Kraftwerk verwendeten den Roland VP-330 und diverse weitere Modelle wie den Roland SVC-350 oder die EMS-Serie (EMS 2000/ EMS 3000/ EMS 5000). Vom Sennheiser VSM-201 wurden sogar nur etwa 50 Exemplare angefertigt. Verwendet wurde er unter anderem von Herbie Hancock, Klaus Schulze und natürlich von Kraftwerk. Heinz Funk führte den Sennheiser Vocoder 1978 im ZDF vor.

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